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Reisebestimmungen gelockert  ·  Mehrwertsteuer wird gesenkt  ·  USA: Proteste nach Tod von George Floyd halten an

BLEIBT GESUND!

Die Verunglimpfung der Flagge

Sie verhöhnen die amerikanische Flagge, indem sie Grund- und Menschenrechte mißachten, die Verfassung untergraben und die Demokratie mit Füssen treten.  Wofür Amerika einst stand – Freiheit – soll nur für sie gelten und im gleichen Atemzug, indem sie ihren Hass, ihre Gewalt und Ignoranz nach außen tragen, verbieten sie anderen das Wort und echauffieren sich über jene die bei der Nationalhymne knien und schweigend ihren Protest ausdrücken. Wie kann eine demütige Geste, wie das Knien, eine Beleidigung für eine Flagge sein und zählt die Flagge mehr als der Mensch?

Nun mag sich jeder darüber sein eigenes Urteil bilden, doch selbst wenn man der Meinung ist, solche Gesten wären eine Mißachtung, eine Verhöhnung oder gar ein Angriff auf die nationale Flagge und das System, so sind die öffentlich zur Schau gestellten Verbrennungen von Namenstrikots, Folter und die Inkaufnahme  des Tötens Unschuldiger weitaus schlimmer.

Wer sich auf Demokratie beruft, der sollte sich bewusst machen, dass es um die Freiheit der Bürger geht ihre Meinung zu äußern, das System zu kritisieren und in einem demokratischen Prozeß einen Konsens zu erzielen, aber keinesfalls um die Diffamierung des Gegners – und wer sich nicht darauf beruft, der steht ohnehin gegen alles was diese Flagge einst ausdrücken sollte.

Wer sich auf Werte beruft, sollte sich zumindest fragen für welche Werte die amerikanische Flagge lange Zeit stand, nicht seine eigenen Werte zum Maßstab aller Dinge machen und Symbole wie die Nationalflagge dazu mißbrauchen.

Aber dies tun nicht nur Amerikaner, dies geschieht überall auf der Welt, auch bei uns. Rassismus ist nicht nur eine Frage der Hautfarbe, Rassismus ist eine Frage des Menschenbildes, der Selbstverherrlichung und Unterdrückung und das ist es wogegen die Schwarzen in Amerika eintreten.

Und nicht nur die Schwarzen, auch Menschen anderer Hautfarben stellen sich gegen Rassismus und nicht zuletzt durch den Tod von George Floyd werden es immer mehr. Diese Menschen sind es, die uns eine andere Seite der USA zeigen und der Flagge dadurch wieder etwas Ansehen verleihen. Mit ihnen sollten wir alle gemeinsam knien und den Unverbesserlichen eine klare Botschaft senden.

. . . und jetzt auch noch CORONA!

Es ist schon seltsam mit uns Menschen, da glauben wir, wir werden immer klüger, lernen aus der Geschichte und denken ernsthaft wir könnten die Welt beherrschen und unserem Verstand seien keine Grenzen gesetzt.

Aber nun einmal ganz ehrlich, menschengemachter Klimawandel ist keine Erfindung der Neuzeit, schon vor tausenden von Jahren wurden Wälder gerodet, im Mittelalter erstickten die Städte im Abfall, Seuchen wie die Pest rafften Millionen dahin, schon in der Frühgeschichte wurden ganze Landstriche unbewohnbar gemacht und den Menschen die Luft zum Atmen geraubt. Zu Beginn des Industriezeitalters war die Luftverschmutzung in den Industriegebieten so hoch, das Atemwegserkrankungen keine Seltenheit waren und Kriege, die gab es wohl schon seitdem die Menschen sich um knappe Ressourcen stritten. Und alles nur weil einzelne Gruppen sich einen Vorteil davon versprachen und der Handel sie noch reicher machte. Wir schützen unseren Wohlstand und wenn es sein muss greifen wir dafür auch nach den Waffen und bringen Elend über die Welt. Und selbstverständlich sind das immer die anderen – nicht wir.

Mit Weisheit hat all das wenig zu tun. Wir wissen um die Evolution und wundern uns über das Artensterben, auch bei den Viren dürfte das Prinzip der Evolution zu neuen resistenteren und dadurch vielleicht auch gefährlicheren Viren führen. Wir setzen Filter ein und können die Luftverschmutzung heute viel besser kontrollieren, gleichzeitig entwickeln wir aber Software zur Manipulation der Daten und Technologien, deren Risiken noch nicht abschätzbar sind. Wir wissen das unsere Ressourcen endlich sind und beuten diese in einem nie gekannten Ausmaß aus. Alles nur um des Profites Willen, dabei scheuen wir uns nicht auch die Finanzwelt mit in den Abgrund zu reißen, entledigen uns unserer moralischen Werte und lassen dennoch keinen Zweifel an unserem Gesellschaftssystem zu, dass all dies erst ermöglicht.

Die Welt befindet sich in ständigem Wandel und diesem Wandel müssen wir Rechnung tragen. Dabei können wir uns nicht nur auf die Wissenschaft verlassen und glauben sie würde Lösungen für jedes Problem finden, denn es liegt in der Natur der Dinge, dass ein Problem erst da sein oder zumindest erkannt werden muss bevor man es lösen kann und eine Garantie für eine rechtzeitige Lösung gibt es nun einmal nicht. Nicht allein die Wissenschaft kann die Probleme unserer Zeit lösen, auch die Politik und unsere gesamte Gesellschaft stehen in der Verantwortung. Es ist daher sinnvoller unser Denken und Handeln zu hinterfragen und endlich das Prinzip von Ursache und Wirkung zu begreifen.

Alles was wir tun oder lassen hat Auswirkungen, die wir allzu oft nicht früh genug erkennen oder einfach ignorieren. Ob wir es wollen oder nicht, der weltweite, demografische Wandel lässt uns enger zusammenrücken, die Globalisierung ist keine Erfindung der Neuzeit sondern ein kontinuierlicher Prozess und selbst wenn es keine Katastrophen gäbe, so steuern wir doch unausweichlich auf eine solche zu solange wir nicht radikal Umdenken. Unser Handeln wird von unserem Denken geleitet, ohne den Humanismus hätte es keine gesellschaftliche Umwälzung gegeben und ohne Macht- oder Profitstreben gäbe es wahrscheinlich auch keine Kriege. Wir sitzen alle im selben Boot und es wäre vermessen nicht allen Menschen die gleichen Rechte und Entwicklungsmöglichkeiten zu ermöglichen, dabei sollten wir aber im Interesse aller handeln und uns nicht gegenseitig unsere Lebensgrundlage zerstören. Wenn wir wirklich so schlau sind, wie wir immer glauben, wieso stehen wir dann vor immer größeren Problemen?

Wir sind stolz auf unsere Errungenschaften, die wir klugen Köpfen zu verdanken haben, den Fortschritt, der uns medizinische, technologische und soziale Leistungen brachte, Bildung und manch angenehme Lebensumstände ermöglicht, doch nutzen wir all dies meist nur zu unserem persönlichen Vorteil. Die grundlegenden Probleme, wie Kriege, Hunger und Seuchen, haben wir noch immer nicht gelöst und solange wir unseren individuellen Interessen dem Wohl anderer voranstellen, werden wir diese nicht nur niemals lösen, sondern auch immer dadurch bedroht sein.

Klimawandel, Umweltverschmutzung, Seuchen, Kriege und Artensterben hat es schon immer gegeben, doch nie zuvor haben diese Katastrophen ein derartiges Ausmaß erreicht. Immer schneller dreht sich unsere Welt und wenn wir ehrlich sind, dann sind wir es, die diese Katastrophen herbeigeführt haben. Nur vollzieht sich heute alles viel schneller und uns bleibt kaum noch Zeit. Wenn wir, hoffentlich glimpflich, durch die Corona-Krise schlittern, dann sollten wir eines gelernt haben:

Mit all den Maßnahmen werden wir das Coronavirus nicht aus der Welt schaffen, aber wir können uns Zeit verschaffen um der Gefahr begegnen zu können ohne von ihr ausgelöscht zu werden. Und wäre es dann nicht sinnvoll einmal darüber nachzudenken und alles in unserer Macht stehende zu tun, damit wenigstens die menschengemachten Probleme wirksam reduziert werden können?

Nichts wird ewig bestehen und nichts, was der Mensch erdacht, herbeigeführt und  initiiert hat, ist der Weisheit letzter Schluß und vielleicht bedarf es einer solchen Krise um unser Denken elementar zu ändern.

VIDEO ART

DER STETE KAMPF UM EUROPA

Europa 2019

– oder welche Grenzen hätten’s denn gern?

Während die Mehrheit mehr Europa will, fordert eine wachsende Minderheit weniger Europa und will mehr Macht für Nationalstaaten, Grenzsicherung und weniger Steuergelder für die EU. Letzteres wird besonders in den wohlhabenderen Mitgliedsstaaten lautstark propagiert und mit Verschlechterung der Lebensbedingungen breiter Teile unserer Gesellschaft  begründet. Richtig ist, das die Schere zwischen Arm und Reiche immer weiter auseinander driftet, das Löhne und Arbeitsbedingungen immer schlechter geworden sind und die Soziale Marktwirtschaft, auf die sich immer noch viele beziehen, schon fast verabschiedet hat. Wahr ist aber auch, dass das Wirtschaftswachstum überproportional gestiegen ist, das die EU für Frieden und Freiheit innerhalb ihren Mitgliedsstaaten gesorgt hat und die wichtigen Probleme unserer Zeit nur gemeinsam angegangen werden können.

Wenn wir Europa über einen längeren Zeitraum betrachten, dann stellt sich die Frage, auf welche Grenzen bezieht man sich eigentlich? Die heutigen Grenzverläufe und die damit verknüpfte Einheit von Nationen sind noch gar nicht so alt. noch vor 30 Jahren sah Europa ganz anders aus und blickt man in unsere gemeinsamen Geschichte zurück, so haben sich Grenzen und Staaten immer wieder gravierend geändert.

Abgesehen davon ist Solidarität eine grundlegende Voraussetzung für jede Gemeinschaft und dabei ist es nicht hilfreich, wenn jeder nur an seine eigenen Vorteile denkt. Wo wären ärmere Regionen, auch innerhalb eines Landes, wenn reichere Regionen ihnen nicht unter die Arme gegriffen hätten und aus welchem Grund sonst sollte ein reiches Bundesland nicht auch seine Unabhängigkeit anstreben und jegliches heute bekanntes Staatsgefüge nicht auseinander brechen?

Die EU hat viele Fehler gemacht, aber ihr wirtschaftliche und soziale Probleme anzulasten und gleichzeitig eine Gemeinschaft heraufzubeschwören, die es so auch nicht auf nationaler Ebene gibt, grenzt schon an Volksverdummung.

Solidarität ist keine Einbahnstraße, in unserer Welt können sich nur Starke Territorien leisten und erst der Mensch hat sie auch mit Grenzen versehen, die uns nicht nur schützen sollen, sondern als zu oft auch einsperren.

Nur wenn wir erkennen, das uns erst die Gemeinschaft stark macht und Spalter lediglich die Gesellschaft schwächen, statt unsere Kraft zu bündeln um Probleme wirklich zu lösen, dann werden wir auch in der Lage sein ein besseres Europa und bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Dann werden wir nicht rückwärts gehen, sondern aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen und gemeinsam in die Zukunft schreiten – in einem gemeinsamen Europa und vielleicht auch irgendwann in einer gemeinsamen Welt. Manch einer wird das für eine Utopie halten, doch sind es nicht gerade Utopien, die uns uns immer wieder neue und ungeahnte Möglichkeiten eröffnet haben?

 

KLIMAWANDEL

Seit Jahren wird über den Klimawandel geredet, gestritten und diskutiert, aber noch immer wird viel zu wenig getan. Deshalb hier nochmal die beeindruckende Rede von Kathy Jetnil-Kijine vor der UN aus

dem Jahr 2014, für alle denen das bislang am Arsch vorbei ging!

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